Scheringer, Richard
Offizier der Reichswehr, Landwirt in Bayern, Kommunist
geb. am 13. Sept. 1904 in Aachen
gest. am 09. Mai 1986 in Hamburg
1910-14 Besuch der Grundschulen in Rastatt und Koblenz,
1914-24 Besuch der Gymnasien Koblenz und Berlin-Zehlendorf,
1924 Abitur in Berlin-Zehlendorf, dann Offiziersanwärter bei der Reichswehr,
1925 Fahnenjunkerprüfung,
1927 Offiziersprüfung - Oberfähnrich,
1928 Leutnant im Artillerieregiment 5 in Ulm,
1930 "Ulmer Reichswehrprozess" - 18 Monate Festungshaft - Reichswehr- ausschluß.
1939-45 Offizier der Wehrmacht,
1945 Eintritt in die KPD,
1946-56 Mitglied der KPD-Fraktion des Bayerischen Landtages,
Mitglied des Bezirksrates von Oberbayern,
Mitglied des Kreistages von Ingolstadt,
Mitglied des Markt-Gemeinderates von Kösching,
1956 Landesversitzender der KPD in Bayern,
1956 Sch. verliert alle Mandate durch KPD-Verbot,
1956 Verurteilung durch den Bundesgerichtshof zu 2 Jahren Gefängnis wegen Propagierung des "Programmes zur Nationalen Wiedervereinigung Deutschlands",
Verlust der BürgerlichenEhrenrechte für 5 Jahre,
1958 Umwandlung des Urteils von 1956 zu 4 Jahren Bewährung,
1962 Aufhebung der Bewährungsfrist (1958) und Verurteilung zu 2 Jahren Gefängnis,
1968 Mitglied des Landesausschusses für die Neugründung einer kommunistischen Partei,
1969 Wahl in den Bezirksverband der DKP Südbayern,
1962 Verleihung der "Carl-von-Ossietzky-Medaille" v. d. DDR,
1984 Verleihung des "Sterns der Völkerfreundschaft" in Gold durch Honecker/DDR,
Verleihung der "Ernst-Thälmann-Plakette" vom Parteivorstand der DKP,
Sch. war auch schriftstellerisch tätig, er verfasste versch. politische Bücher und Broschüren
1986 , am 9. Mai in Hamburg verstorben.